Eine der größten 2.4-Regatten in Deutschland
(ni) Eine Super-Besetzung wies heuer der 3. City-Cup Germany auf, es war gleichzeitig die 2.offene bayerische Landesmeisterschaft für 2.4 Boote. 26 unbehinderte und Segler mit Handicap aus Tschechien, Dänemark und ganz Deutschland kamen zum gastfreundlichen Segelclub Prien am Chiemsee, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Erster Vorsitzender Lothar Demps freute sich bei der Eröffnung der Meisterschaft über das ausgezeichnete Meldeergebnis. Priens Erster Bürgermeister Jürgen Seifert, der mit der Zweiten Bürgermeisterin und Behindertenbeauftragten der Gemeinde Prien, Renate Hof und Sportreferent Alfred Schelhas gekommen war, würdigte das große Engagement des SC Prien. „Hier wird soziales Zusammenleben gelebt“, so der Bürgermeister. Sportkoordinatorin Petra Kalix vom Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Bayern unterstrich die Bedeutung die der SC Prien als integratives Leisungs-Segelzentrum Prien-Chiemsee nun habe. Der Erste Vorsitzendes der 2,4- Klassenvereinigung, Matthias Kortke aus Berlin erklärte, die 2.4 Segler hätten am Chiemsee eine Heimat gefunden, bei der sie sich wohl fühlen würden.
Wettfahrtsleiter Kai Schreiber vom Segelclub Prien/Chiemsee hatte bei den leichten Winden, die noch dazu durch aufziehende Gewitter und Sturmwarnung unterbrochen wurden, ein schwieriges Amt. Doch mit Umsicht und schnellen Entscheidungen gelang es ihm, sieben der geplanten elf Wettfahrten durchzuziehen. So konnte jeder Segler sein schlechtestes Ergebnis streichen. Dass Segler mit Handicap mit den anderen Seglern durchaus mithalten können, das zeigte sich am Ergebnis. Mit Detlef Müller-Böling vom Yachtclub Rursee/Nordrhein-Westfalen errang nämlich ein Segler mit Handicap den Gesamtsieg. Er setzte sich letztendlich sicher mit drei Siegen, zwei zweiten, einem dritten und als Streicher einem fünften Rang durch. Für den Dänen Bent Möller Sörensen vom Kolding Yachtclub hatte sich die weite Anreise gelohnt. Er konnte zwei Wettfahrten gewinnen und landete im Endergebnis auf Rang zwei. Der einheimische Christian Bodler vom SC Prien-Chiemsee lag nach den ersten drei Wettfahrten, bei denen er einmal als Erster die Ziellinie querte, sogar in Führung. Doch die Spitze war insgesamt zu stark, aber Bodler belegte als bester Einheimischer einen hervorragenden dritten Rang in der Gesamtwertung. Erfolgreichster der fünf angereisten Tschechen war als Gesamtvierter Daniel Bina, ein Segler mit Handicap vom S.K. Radost. Hinter Axel Bodden vom Segelsportclub Rursee segelte Stefan Hammermüller vom SC Prien-Chiemsee auf den sechsten Gesamtrang. Die weiteren Ergebnisse: 7. Lasse Klötzing, Handicap, (Potsdamer YC), 8. Mathias Kortke, Handicap, (YC Berlin-Grünau). 9. Alexander Sadilek, Handicap, (Avia Prag/Tschechien). 10. Stefan Klötzing, (Potsdamer YC). Genau die Hälfte der Segler mit Handicap kam in der Gesamtwertung unter die ersten Zehn, was ihre seglerische Stärke unterstrich. Es war ein Seglerfest, mit einem problemlosen Miteinander der unbehinderten Segler und solchen mit einem körperlichen Handicap, das von allen Teilnehmern gewürdigt wurde.
Fotos Niessen

Dicht an dicht segelten die Teilnehmer zur Leeboje
Im Zweikampf schenkten sich die Segler nichts

